Der Anlagenbau zur Gewinnung erneuerbarer Energien ist ein expandierender Zukunftsmarkt – auch für die Röhm GmbH in Sontheim an der Brenz. Denn angesichts des ständig steigenden Energiebedarfs werden für die Herstellung von Windkraftanlagen modernste „Große Spannmittel“ benötigt. Dazu hat Röhm eigens eine neue Fertigungshalle errichtet und stärkt so nicht nur den Standort, sondern ist für kommende globale Marktanforderungen in diesem expandierenden Segment bestens gerüstet.
Röhm ist indirekt mit dabei, wenn es gilt, die Visionen von der unerschöpflichen Windenergie in Elektrizität umzusetzen. Nicht nur die beeindruckenden Rotoren sind dafür erforderlich, zum Herz der Anlage gehören – unsichtbar für den Außenstehenden – nebst dem Generator auch große Lager und Getrieberäder. Speziell hierfür liefert Röhm unter anderem kraftbetätigte 12-Backen-Ausgleichsfutter mit Durchmessern bis zu 5.500 mm.
Die Herstellung solcher kolossalen Spannfutter erfordert von der Idee und dem ersten Strich der Konstruktion an qualifizierte Erfahrung, Können und Fertigungskompetenz. Das sind Eigenschaften, die Röhm bei vielen Projekten in der Welt der Spanntechnik permanent auszeichnen.
Vor allem die präzise Bearbeitung von Ringen in einer einzigen, schnell zu realisierenden Aufspannung ist mit dem neuen kombinierten Zentrier- und Magnetspannfutter möglich. Das neue Hybridfutter MZMF ist die perfekte Verknüpfung aus 3-Backen-Handspannfutter und runder Magnetspannplatte. Durch die Verbindung zweier Technologien lassen sich Werkstücke unterschiedlicher Größe nicht nur gleichmäßig und sicher spannen, sondern auch von drei Seiten bearbeiten. Dabei geht das Spannen, beispielsweise bei anstehenden Dreh- oder Schleifoperationen, in Sekundenschnelle vonstatten, so dass die Maschinenstillstandzeiten auf ein Minimum reduziert werden.
Für hohe Spannkräfte können Magnetspannung und Spannbacken auch kombiniert eingesetzt werden. Darüber hinaus sind unterschiedliche Haftkräfte der Magnete einstellbar, die das Werkstück flächig und gleichmäßig sicher halten und dadurch Vibrationen vermeiden, was letztendlich die Qualität der bearbeitenden Oberfläche verbessert. Die Haftkräfte betragen bis zu 150 N/cm² und können in bis zu 16 Stufen individuell im Steuergerät eingestellt werden.
Das neue Futter ist plattformunabhängig und lässt sich auch problemlos in laufende Fertigungen integrieren: Unterm Strich gewährleistet es hohe Prozesssicherheit bei rationeller Serienfertigung. Insgesamt lassen sich die Rüstzeiten deutlich senken, die Maschinenstillstandzeiten werden erheblich verkürzt und die Produktivität steigt, so dass sich das neue Futter innerhalb kürzester Zeit amortisiert.
Die RÖHM GmbH aus Sontheim an der Brenz mit weltweit mehr als 1.000 Mitarbeitern ist Pionier und Marktführer auf dem Gebiet technisch ausgereifter Spannmittel. Das Unternehmen blickt auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück und hat seine weltweite Spitzenstellung als Spannmittelhersteller dabei kontinuierlich ausgebaut. Vom kleinsten Bohrfutter über Drehfutter, Kompakt-Spanner bis hin zur Hightech-Spanneinrichtung sowie einem großen Potenzial an Sonderkonstruktionen unterstützt Röhm unter dem Motto „driven by technology“ die industrielle Produktion weltweit.